
Wofür die Zeit gebraucht wird
Ein Ankauf besteht aus vier Schritten, und jeder braucht seine Zeit. Zuerst wird sortiert: Gold, Silber, Vergoldetes, Modeschmuck, Münzen, Zahngold. Dann wird geprüft, mit Punze, Säuretest und Dichtemessung, bei Münzen und Barren mit Schieblehre und Goldscreen-Sensor. Danach wird jede Legierungsgruppe getrennt auf der geeichten Feinwaage gewogen, Steine und Füllungen werden abgezogen. Zum Schluss rechnen wir, Sie sehen die Abrechnung je Position und entscheiden. Wer zustimmt, bekommt das Geld sofort.
Am meisten Zeit kostet nicht das Wiegen, sondern das Sortieren und Prüfen. Ein einzelner 585er Ring mit klarem Stempel ist in wenigen Minuten bewertet. Eine Schatulle mit zwanzig Teilen verschiedener Legierungen, ohne Stempel und mit vergoldeten Stücken dazwischen, braucht deutlich länger, weil jedes Teil einzeln eingeordnet wird. Den Ablauf im Einzelnen beschreibt die Seite So funktioniert's.

Richtwerte nach Menge
Die Tabelle gibt eine Orientierung. Sie beruht auf den Angaben auf unseren Seiten zum Ablauf und zum Hausbesuch; im Einzelfall kann es schneller oder langsamer gehen.
Zwei Beispiele zur Einordnung. Wer mit einem Ehering und einer Kette kommt, beide mit lesbarem Stempel, ist meist am unteren Ende der Spanne: kurz ansehen, wiegen, rechnen, auszahlen. Wer eine Plastiktüte mit gemischtem Schmuck aus mehreren Jahrzehnten bringt, liegt eher am oberen Ende. Darin stecken oft Stücke ohne Stempel, die mit Säuretest oder Dichtemessung bestimmt werden, und Modeschmuck, der aussortiert und erklärt wird. Bei einer Münzsammlung wird jede Münze mit ihren Sollwerten abgeglichen; dort hängt die Dauer direkt von der Anzahl ab.
| Was Sie bringen | Wo | Ungefähre Dauer |
|---|---|---|
| Einzelne Schmuckstücke | Laden | zehn bis dreißig Minuten |
| Eine Schatulle | Hausbesuch | etwa eine halbe Stunde |
| Münzsammlung oder Besteckkasten | Laden mit Termin oder Hausbesuch | länger, je nach Umfang |
| Kompletter Nachlass mit Silber | Hausbesuch | ein bis zwei Stunden |
| Auszahlung per Echtzeitüberweisung | Laden und Hausbesuch | in der Regel wenige Minuten bis zur Gutschrift |
So verkürzen Sie die Wartezeit, ohne zu hetzen
Einige Dinge beschleunigen den Ablauf, ohne dass Sie die Prüfung abkürzen:
- Ausweis bereithalten Wir dokumentieren jeden Ankauf mit Ausweis; bei Barauszahlungen ab 2.000 € schreibt das Geldwäschegesetz es vor. Wer erst suchen muss, verliert Zeit.
- Bankverbindung parat haben, wenn Sie eine Überweisung möchten.
- Bei großen Mengen einen Termin vereinbaren, damit keine Wartezeit am Tresen entsteht und genug Zeit eingeplant ist.
- Unterlagen zu Barren und Münzen dazulegen, falls vorhanden.
- Nicht vorher reinigen Das spart Ihnen Zeit und schützt Sammlerstücke.
- Mittwochs daran denken, dass der Laden schon um 14 Uhr schließt; an den anderen Werktagen ist bis 17 Uhr geöffnet.
Warum schneller nicht besser ist
Ein Ankauf, der in zwei Minuten erledigt ist, sollte eher misstrauisch machen. Wenn niemand nach dem Stempel schaut, alles zusammen auf die Waage kommt und am Ende nur eine Pauschalsumme steht, fehlt die Grundlage, um das Angebot zu prüfen. Eine sorgfältige Bewertung trennt die Legierungen, zieht Steine ab und erklärt, warum ein Teil vergoldet ist. Das kostet ein paar Minuten mehr und ist der Kern eines nachvollziehbaren Preises.
Ebenso wichtig ist die Zeit für Ihre Entscheidung. Sie sehen Gesamtsumme und Einzelpositionen und entscheiden ohne Druck. Wer vergleichen möchte, nimmt alles wieder mit; Prüfung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.
Ein typischer Irrtum betrifft die Auszahlung: Viele erwarten bei einer Überweisung mehrere Tage Wartezeit. Bei uns erfolgt sie als Echtzeitüberweisung und ist in der Regel innerhalb weniger Minuten gutgeschrieben. Kleinere Beträge zahlen wir auf Wunsch bar. Wer lieber zu Hause in Ruhe bewerten lässt, vereinbart einen Hausbesuch, nach Absprache auch abends und am Wochenende.