
Was die Zahl genau aussagt
Die Zahl nennt den Feingehalt in Tausendteilen. Um den Goldanteil eines Stücks zu berechnen, multiplizieren Sie das Gewicht mit 0,585. Ein 585er Ring mit 4 Gramm enthält 2,34 Gramm reines Gold, der Rest sind Beimetalle. Gelb, weiß oder rosé ändert daran nichts: Alle drei Farben enthalten bei 585 gleich viel Gold.
Die Karatangabe drückt dasselbe in Vierundzwanzigsteln aus: 14 von 24 Teilen ergeben rechnerisch 583,3 Tausendteile, als Feingehalt für 14 Karat hat sich in Deutschland 585 durchgesetzt. Deshalb stehen auf Schmuck aus anderen Ländern für dieselbe Legierungsstufe manchmal leicht abweichende Zahlen, etwa 583 auf Stücken aus der Sowjetunion.

Was die Punze nicht sagt
Die 585 verrät nicht, wie schwer das Stück ist, ob Steine oder eine Stahlfeder mitwiegen und ob es hohl gearbeitet ist. Zwei Ringe mit derselben Punze können deshalb sehr unterschiedlich viel wert sein. Und sie beweist allein nicht, dass das Stück aus Gold ist: Stempel lassen sich fälschen, und auf Doublé bezeichnet die Zahl manchmal nur die Auflage. Die Prüfung entscheidet.
Steht neben der 585 ein Zusatz wie „GP“, „vergoldet“, „Doublé“ oder „RG“, handelt es sich um eine Goldauflage. Ein Buchstabenkürzel oder Symbol daneben ist dagegen meist das Zeichen des Herstellers und kein Feingehalt.
- 585 allein Goldlegierung mit 58,5 Prozent Gold
- 585 mit Herstellerzeichen dasselbe, plus Marke des Herstellers
- 14K oder 14 ct dieselbe Legierung in Karat geschrieben
- 585 mit GP, Doublé, RG oder vergoldet nur eine Auflage
So finden und prüfen Sie die Punze selbst
Nehmen Sie eine Lupe mit zehnfacher Vergrößerung und drehen Sie das Stück im Licht, bis die Prägung Schatten wirft. Bei älteren Ringen ist die Punze innen oft durch jahrelanges Tragen abgerieben. Das ist kein Hinweis auf eine Fälschung; Säuretest oder Dichtemessung bestimmen den Feingehalt auch ohne lesbaren Stempel.
- Ring Innenseite der Schiene
- Kette Verschluss, Öse oder kleines Plättchen am Ende
- Ohrring Stift, Bügel oder Rückseite
- Anhänger Öse oder Rückseite

Beispiel: was 585er Gold heute bringt
Wir bezahlen das Nettogewicht nach Abzug von Steinen und Federn mal Ankaufspreis je Gramm für 585er Gold. Ein Ring mit 5 Gramm und kleinen Zirkonia von zusammen 0,3 Gramm wird also mit 4,7 Gramm berechnet. Die Werte in der Tabelle werden live aus dem aktuellen Kurs berechnet.
Den Richtwert für Ihr eigenes Gewicht liefert der Ankaufsrechner. Verbindlich wird der Preis, wenn wir das Stück vor Ihren Augen geprüft und gewogen haben.
| Stück | Nettogewicht | Reines Gold | Ankaufswert heute |
|---|---|---|---|
| 585er Gold je Gramm | 1 g | 0,585 g | 65,81 €/g |
| Schmaler Ring | 2,5 g | 1,46 g | 165 € |
| Ring mit Zirkonia (5 g brutto) | 4,7 g | 2,75 g | 309 € |
| Armband | 15 g | 8,78 g | 987 € |
Wie wir 585er Gold am Tresen prüfen
Zuerst lesen wir die Punze mit der Lupe und achten auf Zusätze wie GP oder Doublé. Dann setzen wir an einer unauffälligen Stelle einen feinen Strich auf den Prüfstein und geben Prüfsäure darauf. Ein Strich aus 585er Gold bleibt bei der Säure für 585 stehen und löst sich bei der für höhere Legierungen. So bestätigen wir den Stempel oder korrigieren ihn.
Bei Stücken, die nicht angestrichen werden sollen, messen wir die Dichte. Anschließend sortieren wir alle 585er Stücke in eine Gruppe, wiegen sie gemeinsam auf der geeichten Feinwaage und ziehen Steine und Federn ab. Auf der Abrechnung steht eine Zeile für 585er Gold mit Brutto, Abzug, Netto und Betrag, egal, ob die Stücke mit 585, 14K oder gar nicht gestempelt waren.
Typische Irrtümer
„585 heißt 58,5 Gramm.“ Nein, 58,5 Prozent. Das Gewicht steht nirgends auf dem Stück.
„585er Weißgold ist weniger wert als Gelbgold.“ Nein. Der Goldanteil ist gleich; wir bezahlen beide zum selben Grammpreis.
„14K aus den USA ist etwas anderes.“ Nein, 14K und 585 bezeichnen dieselbe Legierung.
„Ohne lesbare Punze ist der Ring wertlos.“ Nein, die Prüfung bestimmt den Feingehalt. Mehr zu allen Stempeln erklärt der Ratgeber Punzen erkennen.